FILMPORTRAIT

In der dritten Projektwoche stand die praktische Medienarbeit im Fokus. Geplant war die Anfertigung medialer Portraits mit und über geflüchtete Menschen oder Personen mit eigener Zuwanderungsgeschichte.

Die SchülerInnen erstellten einen Film, unter Berücksichtigung filmspezifischer Komponenten (Kamera, Vertonung, Drehbuch, szenische Umsetzung etc.), und konnten das bereits erworbene Wissen zum Thema „Asyl und Flucht“ praktisch anwenden und mit einer offenen Einstellung und Empathie umsetzen. Jede Schule produzierte einen Clip für den Abschlussfilm „Ich bin wie du!“.

Einen Einblick in die Ergebnisse der letzten Projektwoche zum „Filmportrait“ gibt es im weiteren Verlauf.

 

trennerAn vier Projekttagen entstand an der Laborschule Dresden ein kleines Filmportrait, welches gut vorbreitet wurde. Anhand einer Gesprächsrunde tauschten sich die Schüler mit Akram aus und nahmen dabei selbst die Kamera in die Hand. Der Ort zum Kennenlernen war das Kinder- und Jugendhaus „Juchte“ in Gorbitz. Über verschiedene spielerische Aktivitäten, wie Fußball, Kicker oder Tischtennis kam es zu einem ersten Austausch zwischen den Schülern und Akram. Im Anschluss wurden die Filmaufnahmen geschnitten und zu einem kleinen Film zusammengestellt. Die Projektwoche wurde durch die Schüler mit Fotos und Video dokumentiert.

20160525_132425 akram P1090663

 

trennerAn der Oberschule Flöha-Plaue entstand der zweite Clip für den Abschlussfilm. Dazu erprobten die SchülerInnen die Technik in einem Probeinterview mit ihrem Schulsozialarbeiter Herr Braune. Die Dreharbeiten zum Film fanden im Jugendzentrum „UFO“ in Flöha statt. Dort traf die Klasse auf Ali, einem Geflüchteten aus Afghanistan. Außerdem sprach das Drehteam mit Frau Sell, einer Ehrenamtlichen, die Deutschkurse für Geflüchtete anbietet und Frau Aurich, welche als Sozialarbeiterin im UFO arbeitet und von ihrer Tätigkeit im Zusammenhang mit geflüchteten Jugendlichen berichtet.

img_5394ali

trennerDas Léon- Foucault-Gymnasium produzierte einen Fernsehbeitrag und damit den dritten Teil des Abschlussfilms. Die SchülerInnen sammelten mit der Kamera zunächst Statements zu Hoyerswerda als Stadt. Danach gingen sie in die Stadt und befragten Passanten zu Themen, wie Toleranz oder der Flüchtlingssituation in der Stadt. Im Jungendclubhaus „OSSI“ Hoyerswerda trafen die SchülerInnen auf Soraya. Sie ist aus Afghanistan geflüchtet und erzählt über Unterschiede zu ihrem Heimatland. Eine weitere Seite des Films zeigt das Interview mit Frau Radeck. Sie beantwortete alle Fragen zu der Flüchtlingsunterkunft, welche sie leitet.

k-play-fair-hoyerswerda-filmrojekt-23 k-play-fair-hoyerswerda-filmrojekt-3play-fair-hoyerswerda-filmrojekt-9soraya

trennerIn einer Abschlussveranstaltung mit allen Modellschulen wurden die Portraits innerhalb des Gesamtfilms „Ich bin wie du!“ im Filmtheater Schauburg in Dresden präsentiert. Anschließend ermöglichte eine Podiumsdiskussion, das Modellprojekt und den Film noch einmal zu reflektieren und bot die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen.

k-img_2101_bk k-img_2110

trenner Abschlussfilm „Ich bin wie du!“

Die Laborschule Dresden gewann mit ihrem Teilfilm den Medienpädagogischen Preis 2016.

Der Preis wird jährlich durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) und das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) in verschiedenen Kategorien vergeben.

Die Laborschule Dresden erhielt den Preis „Bestes Medienkompetenzprojekt zum Sonderthema ‚Fremder Nachbar!? – Von Vorbehalten, Fremdbildern und gegenseitigem Verständnis.‘ “